20.5.11

Pause

Nach 477 Posts, die ich alles mit viel Spaß verfasst habe möchte ich mir jetzt einmal eine kreative Pause gönnen.
Meinen ersten Post habe ich am 27. 10. 2006 verfasst, das habe ich gerade einmal nachgesehen. Also vor grob gesagt viereinhalb Jahren! Viel ist passiert in dieser Zeit, viel habe ich erlebt, viele freundliche Kommentare erhalten und öfter ergab sich ein interessanter Briefwechsel. 52.900 Besucher hat mein kleiner Counter gezählt.
Es macht unheimlich viel Spaß, Euch über Erlebtes zu berichten, die Geschichten mit Fotos und Links zu versehen und Wissen zu teilen. Gleichzeitig lese ich mir Hintergrundwissen an. Etwas, was mir auch ganz wichtig ist.
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Inzwischen komme ich nicht mehr recht hinterher. So viele Themen habe ich im Hinterkopf: Bücher und Gedanken, die mich beeindrucken; unser wunderbares Wochenende in Madgeburg, das ich sehr genossen habe; das Hundertwasserhaus wäre ein spezielles Thema, auch unser Nistkasten trägt Züge eines solchen - ein Efeuzweig wächst von innen nach außen, gestern kam der Specht und klopfte am Loch ... Über unser letztes Zickentreffen* in Wahlsdorf habe ich gar nichts geschrieben, noch ein Buch gelesen, im Garten Entdeckungen gemacht.
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Lange Rede (kurzer Sinn): Ich mache mal Pause.
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So denke ich, wieder etwas mehr flexible Zeit zu gewinnen.
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Zum Beispiel für das Umgestalten meines Gartens und auch zum Nähen, Applizieren, Sticken - das, worauf ich gerade Lust habe - wenn ich gerade mal Zeit habe. Und zum Lesen - gerne Bücher, wenn ich die Ruhe dazu finde. Sehr oft lese ich über interessante Themen im Internet. Auch für die Arbeit brauche ich mehr Zeit, vor allem auch zum Lesen.
Auf jeden Fall werde ich weiter fotografieren. Vielleicht stelle ich die Fotos dann in mein Online-Fotoalbum*. Wenngleich ich dort weniger Möglichkeiten der Kommunikation habe.

Zum einstweiligen Abschied schenke ich Euch eine meiner wunderschönen Pfingstrosen, die in diesem Jahr in großer Anzahl blühen.
Nach wie vor werde ich Eure Blogs lesen, und natürlich freue ich mich auch weiterhin über e-Mails ...
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11.5.11

... was es sonst noch so gibt im Spreewald ...


Neben den traumhaften Landschaften kann man noch mehr erleben: Besonders erholsam, sicherlich besonders für Regentage, ist ein Besuch in der Spreewald-Therme in Burg. Dort wird echte Thermalsole mit fast 24 % Mineral-Gehalt aus 1350 m Tiefe gewonnen*.

Es gibt Kirchen äußerlich in unterschiedlichster Bauweise,
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innen oft aus Holz mit flachen Holzbalkendecken.
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In Straupitz, wo sich die Landschaft schlagartig ändert, steht eine auf mich sehr fremdartig wirkende Kirche, erbaut im Klassizismus nach Plänen von Schinkel in den Jahren 1828 bis 1832. (Link) Sie passt in meinen Augen vom Stil nicht zu den anderen, regional spezifischen Gebäuden, zeigt aber die Präsenz der Preußen in der Gegend! (Übrigens: Straupitz gehört zum Landkreis Dahme-Spree, was mich ziemlich überrascht hat.)
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Ebenfalls in Straupitz ist eine über 350 Jahre alte Dreifachwindmühle (sehr umfangreiche Homepage!) zu besichtigen. Es kann Korn gemahlen, Leinöl gepresst und Holz gesägt werden.
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Der Spreewald hat eine reiche Sagenwelt, und in Burg gibt es einen Sagenpark mit kleinen Figuren aus Stein.
Es gibt spezielle Traditionen, die in Heimatmuseen in vielen Orten gezeigt werden.
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So habe ich heute nach dem Beitrag von Brigitte einmal darauf geachtet: In jedem durchquerten Ort gab es einen Maibaum.
Auf der Homepage von Burg* las ich, dass der Maibaum den Wachstumsgeist verkörpert , der Fruchtbarkeit und Gesundheit in das Dorf bringen soll. Oder aber der Maibaum symbolisiert einfach den Frühling und soll dem Schlechten den Garaus machen*.

Natürlich gibt es unzählige Storchennester - für mich einfach Glücksbringer!
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Hier sind dann allerdings die Grenzen meiner "Pocket-Kamera", einer Canon, die äußert universell ist. Leider ist der Zoom begrenzt. Fast alle meine Fotos sind mit ihr aufgenommen.

Auch diese roten Kastanienblüten - ich finde sie gelungen.

Wer gerne weiter lesen möchte - eine schöne Seite über die Traditionen*, auch auf der Seite von Raddusch, einem kleinen Ort am südlichen Rand des Biosphärenreservates Spreewald, findet man viele interessante Informationen.
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8.5.11

Frühling

... und außerdem ist Frühling. Vielleicht die schönste Jahreszeit im Spreewald.
In Burg gibt es einen Kräuter- und Gewürzpflanzengarten, in dem wir natürlich auch schon waren.
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Um Euch nicht zu langweilen zeige ich nur die schönsten Fotos:
.Akelei in wunderschöner Farbe -
Nach dem Regen - Frauenmantel:

zweimal Weißdorn:
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und eine Hahnenfuß-Art,
die momentan überall auf den Wiesen blüht:


... vielleicht sollten wir zur Schwertlinlienblüte noch einmal wieder kommen. Wunderbar, die zahlreichen Büschel der kräftigen Blätter an der Fließen und Gräben!
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7.5.11

Noch mehr Außergewöhnliches

Seit bestimmt zwei Jahren hängt ein inzwischen verblichener Zeitungsausschnitt über die „Slawenburg Raddusch“ an unserem Kühlschrank.
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Zwar wollte ich dort gerne mal hin, andererseits wurde ich das Gefühl nicht los, das dies wieder einmal eine Touristenattraktion ist, die einfach so „hingestellt“ wurde.

Gut, nun waren wir gerade in der Nähe und ich musste dort hin.

Was ich überhaupt nicht erwartet hatte: Es ist tatsächlich ein Nachbau eines hiesigen Kulturdenkmals. Und im Inneren ist eine äußerst interessante archäologische Ausstellung zu sehen.

Wer hätte das gewusst: Etwa um das Jahr 900 besiedelte das slawische Volk der Lusizi dieses Gebiet des südwestlichen Randbereiches des Spreewaldes. Um sich und ihre Vorräte zu schützen bauten sie solche ringförmigen Burgen aus Eichenholzstämmen, die mit Sand verfüllt und von einem Wassergraben umgeben waren. Gewohnt haben sie außerhalb. Die Burg diente als Fluchtburg..

(Detail der heutigen Außenwand)

Von diesen Burgen gab es etwa 30 bis 40 in diesem Gebiet. In der Ausstellung gab es eine Karte, auf der die Burgen eingezeichnet waren. Dieses Gebiet ist scheinbar archäologisch besonders untersucht, vielleicht wegen der großflächigen Tagebaue. Ich denke ja, dass auch in unserem, dem Berliner Gebiet, viel zu entdecken wäre. Aber ich höre selten von Grabungen und sehe noch seltener Funde.

Diese Burgen waren am Fuß 9 m breit und mindestens 7 m hoch (in dieser Höhe ist die Radduscher Burg rekonstruiert). Die Lusizi konnten sich lange gegen Angriffe der Deutschen schützen, wurden dann vom Markgrafen Gero im Jahre 963 erobert, missioniert und zwangschristianisiert.

Die Lusizi – hiernach die Bezeichnung Lausitz für dieses Gebiet – hatten ihre eigene Kultur, …

Rudolf Virchow*, der allgemein nur als Arzt bekannt ist, beschäftigte sich auch mit der Anthropologie und Archäologie in diesem Gebiet.

Warum die Kultur letztlich zugrunde ging ist unbekannt.

Heute wird die wendische/ sorbische Kultur*, ** im Spreewald wieder gepflegt. Man macht sich das Brauchtum zu eigen. Vor allem erkennbar an der typischen Tracht. Zumindest beschäftigt man sich mit der Vergangenheit. Weiteres kann ich nicht so einschätzen.

Hier Fotos vom Hafenfest in Raddusch:

Reisen macht schlau

Wasserwandern ist ja ziemlich beliebt im Spreewald. Warum wohl?

Das rund 475 Quadratkilometer große Biosphärenreservat Spreewald wird von rund 1550 km Fließen durchzogen. Vorstellen kann man sich das fast gar nicht. Man muss es selbst erleben .

Allerdings haben wir bisher noch nicht so viele Wasserwanderer gesehen. Nur ein Pärchen.
Worauf ich hinaus will: Es gibt in den Fließen handzubetreibende Schleusen. Also die Paddler - einer steigt aus und versperrt erst das eine, dann das andere Schleusentor. Dann können sie weiter fahren.
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Davon wollte ich Euch heute berichten!
(Ein Klick auf das Foto vergrößert es)
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6.5.11

Mug Rug?

Nun auch fertig geworden ist mein Mug Rug. Zur Erklärung: Es soll ein kleines "Platzdeckchen" sein für eine Tasse und einen Keks ...
.Wie lange ich daran gearbeitet habe ...
Bei der Ankündigung, dies zu beginnen* waren ja die Blüten im Wesentlichen schon fertig ...
Bis auf das Binding ist alles handgenäht, jede Blüte auch handgequiltet.
Übrigens - es ist 20 x 26 cm klein.
Und auf jeden Fall zu schade, eine Tasse draufzustellen .... so sehe ich das jedenfalls!
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5.5.11

Im Spreewald

Impressionen aus dem Spreewald.
Für mich ist das Besondere die Weite der Landschaften, die vielen Fließe ... da könnte ich jede neue Verzweigung, Brücke .... fotografieren!
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Die letzten zwei Fotos zeigen Häuser in der früheren Blockbohlen-Bauweise.
In Gegend um Burg, das mitten im Spreewald liegt, gibt es besonders viele erhaltene Blockhäuser.
.Hier ein Blockhaus in mitten saftiger Wiesen.
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1.5.11

Frühlingsgrüße

Einige Frühlingsgrüße gingen letzte Woche auf die Reise.
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Eine ATC würde ich gerne noch gegen eine ATC tauschen. Bei Interesse schreibt mir bitte eine Mail oder einen Kommentar.
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