27.7.10

Worüber keiner spricht ...

... oder was man in den Medien nicht hört/ liest ...
... oder Bildungs-/ Forschungspolitik in Deutschland

Seit vielen Jahren bin ich dem FIZ Technik mit Hauptsitz in Frankfurt/Main verbunden.

Das Fachinformationszentrum Technik (1979 gegründet) ist das nationale Zentrum für technisch-wissenschaftliche Information und Dokumentation. Hergestellt werden hauptsächlich bibliografische Datenbanken zu den fachlichen Themengebieten Maschinen- und Anlagenbau, Werkstoffe, Textil, Elektrotechnik und Elektronik, Industrielle Informationstechnik, Medizinische Technik, Betriebsführung und Betriebsorganisation, Energie und Bergbau.


Angeboten werden über das Internet ca. 70 Datenbanken mit etwa 50 Millionen Informationen zu ingenieurwissenschaftlicher Fachliteratur, Patentnachweisen, Unternehmens- und Produktinformationen. Die Literaturdatenbanken verfügen zum Teil über sehr weit zurückreichende bibliographische Literaturempfehlungen mit Abstracts, die sowohl industriellen Kunden, als auch der Lehre und Forschung offeriert werden. Hierzu werden jährlich in etwa 120.000 Dokumente aus beispielsweise Dissertationen, Fachzeitschriften oder Kongressberichten gesammelt und von ca. 300 fachlich qualifizierten Personen ausgewertet. Dadurch soll eine hohe Qualität der Informationen gesichert werden.
Es bestehen Dienstleistungen wie Profildienste, Online- oder Offline-Nutzung der Datenbanken, Erstellung u. a. des Thesaurus Technik und Management (TEMA), sowie die Lieferung von Volltexten in enger Zusammenarbeit mit der TIB (Technische Informationsbibliothek) Hannover. Das FIZ Technik hat in etwa 3.500 Kunden.
(Wortlaut Wikipedia)

Vor knapp zwei Monaten erreichte uns aus heiterem Himmel die Mitteilung, dass das FIZ Technik das Insolvenzverfahren eröffnet hat. Pressemitteilung

Grund hierfür ist die kurzfristige Ankündigung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das FIZ Technik über den 30. Juni 2010 hinaus nicht mehr weiter zu
fördern. Und dies, obgleich noch im Frühjahr 2009 eine Förderung bis Ende 2012 zugesagt wurde und ein Konzept erarbeitet wurde, das die finanzielle Eigenständigkeit ab 2013 ermöglichen soll.

Betroffen hiervon sind die dort Angestellten, die zahlreichen freien Mitarbeiter und natürlich die Nutzer der Datenbanken.

Es ist für mich unvorstellbar, dass eine "Institution", die ihren Platz als Informationsquelle besitzt und etabliert ist, einfach nicht mehr gefördert wird und ihre Arbeit einstellen muss.
Zumal offiziell in der Politik immer von der besonderen Förderung der Bildung gesprochen wird und immer wieder der "Fachkräftemangel" beklagt wird.
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weiterlesen ...

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24.7.10

Die Heimatstadt als Tourist betrachtet

Nur selten geht man mit der nötigen Aufmerksamkeit durch das Vertraute. Stattdessen reist man um die halbe Welt, um Interessantes zu erleben. Heute zeige ich einige Impressionen aus Berlin, aus der Gegend, in der ich viele Jahre lebte, tatsächlich fast in der City. Erst über die Jahre wurde sie zu dem, wie sie die Besucher heute erleben. In meiner Kindheit gab es auch schon das Stadthaus, den Fernsehturm, den Berliner Dom, alles nur etwa 15 Gehminuten von meinem Zuhause entfernt.
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Berliner Stadthaus
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neu erbaut und wenig beachtet
- Gebäude der Berliner Wasserbetriebe -
trotz der außergewöhnlichen Architektur
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natürlich: der Fernsehturm
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Berliner Spree, rechts im Hintergrund der Marstall des ehemaligen Berliner Stadtschlosses, das einmal dort stand, wo man jetzt den Rasen sieht. Ob es nun wieder neu erbaut werden soll nachdem es im Krieg stark zerstört und dann abgerissen wurde wird sehr kontrovers diskutiert ....
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Altes Museum und daneben der Berliner Dom
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Und dieses Haus hier kennt bestimmt niemand. Ich habe es tatsächlich auch erst vor einiger Zeit zur Kenntnis genommen, denn selten nur schaut man die Fassaden an, dort, wo man zu Hause ist.
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Es ist so prachtvoll geschmückt, in der Fassade findet man die Inschrift 1897 - 98. Leider weiß ich gar nichts über den ehemaligen Eigentümer. Wer ließ in einer kleinen Straße nahe der Fischerinsel, die früher sehr dicht bebaut und tatsächlich von Binnenschiffern bewohnt war, so ein prachtvolles Haus erbauen?
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21.7.10

Noch mehr gefärbt ....

Einfach ohne große Worte zeige ich Euch hier die Ergebnisse meiner letzten Färbung mit den Sonnenfarben von Helena:
.Ich jedenfalls bin begeistert!
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15.7.10

Liguster - meine Erfahrungen

Vor einigen Jahren hatten wir uns entschieden, eine Hecke zu pflanzen. Lange überlegte ich und recherchierte, welche Art Strauch wir nehmen sollten.
Schon noch davor hatte ich schon die ersten Erfahrungen mit einer frei wachsenden Hecke gemacht. Sie war in den Büchern, die ich zu Rate zog, immer wieder propagiert. Sie brauche genau Platz, sei aber unübertroffen. Ökologisch, schön anzusehen und überhaupt.
Den Hauptzweck - Sichtschutz - erfüllte sie nicht.

Also überlegte ich weiter und es stand letztlich Liguster und Thuja zur Disposition.
Liguster - heimisch - ökologisch sinnvoll, schöne Blüten und Früchte für die Vögel im Winter ... Thuja - wächst ohn' Unterlass, wird meterhoch, eine Wand vor unserer Nase.

Also Liguster!
Inzwischen haben wir einige Meter wieder ausgegraben, denn - natürlich -treibt er Bodenschösslinge, derer wir nicht mehr Herr wurden. Ist ihm ja auch nicht zu verdenken, sondern eine natürliche Verbreitungsart (vegetativ). Die Hecke an anderer Stelle zeigt die selben "Anwandlungen", erschweren kommt hinzu, dass der Zaun doch recht dicht steht und dazwischen noch so einige andere "natürliche", von mir besonders geliebte Pflänzchen mit meterlangen Ausläufern gut gedeihen ...

Quintessenz:
1. Jetzt weiß ich, warum so viele Leute Thuja und Rhododendren in ihre Gärten pflanzen - sie wuchern nicht um sich herum ...
2. Wer also auch Liguster pflanzen möchte sollte sich von vornherein der Tatsache bewußt sein, dass es schwierig wird, ihn zu bändigen.
(Diese Erkenntnis hätte ich gern vor der Pflanzung gehabt.)
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13.7.10

Hawaii - statt Urlaub ...

Es fing also damit an, dass wir Zick-Zack-Zicken ein Projekt hatten:
Jede wählte sich ein Thema und die anderen gestalteten jede eine kleine textile Arbeit in moderner Art zu diesem Thema.
Beatrice wählte sich also das Thema "Hawaii" und wollte ausdrücklich keine Hula-Mädchen. Die hätte sie ja von mir auch nicht bekommen. Aber was fällt mir da noch ein?
Nach einiger Zeit die Hawaiianischen Quilts.
Wahre Schmuckstücke, sehr symmetrisch, ausgewogen.
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Die Applikation solcher symmetrischer Muster wird also Hawaii-Applikation genannt.

Die Muster besitzen 4 Symmetrie-Ebenen. Die zweite Besonderheit ist, dass das komplette Muster aus nur einem Stück Stoff geschnitten wird. Der Entwurf wird wie ein Scherenschnitt ausgeführt, indem die Vorlage bzw der Stoff gefaltet wird und dann mit gleichzeitig mehrere Lagen ausgeschnitten werden.
Hinzu kommt die Quiltarbeit. Es wird um das Muster herum in gleichmäßigen Abständen immer wieder die Form des Musters nachgeführt. Diese Art des Quiltens nennt man „Echoquilting“. Und auch innerhalb des Musters wird die Form durch Quilten nachgebildet.

Man sagt, dass diese Art des Quiltens die Sanftheit der Hawaiianer widerspiegelt, die sanften Wellen wie die Gezeiten, die die Inseln umgeben, wirken. Die Kunst der Quiltherstellung, also der Hawaiianischen Applikation und Quiltens, galt als so kostbar, dass es erst in der neuen Vergangenheit gestattet wurde, die Technik zu unterrichten.

Designs jedes Quilts wurden sorgsam gehütet. Die Arbeit wurde nur im Haus des Quilters durchgeführt und auch nicht weit herumgezeigt. Es gab kein Papiermuster, weil direkt auf den Stoff gezeichnet wurde. Traditionell sind die Quilts zweifarbig.

Jedenfalls gefiel mir die kleine Arbeit mit dem Hawaii-Muster so gut, dass ich für mich noch eine zweite nähte ... in den gleichen Farben, allerdings etwas größer.
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Diesmal ist auch das Motiv gequiltet.
Übrigens sind beide Motive mit der Nähmaschine appliziert, was ich als sehr entspannend empfunden habe.

Beim Sortieren habe ich letztens eine ältere Arbeit gefunden, leider weiß ich gar nicht mehr, wann ich sie genäht habe. Im Unterschied zu den oberen ist hier das Motiv tatsächlich mit der Hand appliziert (ca 20 cm groß), aber das hat dann irgendwann gar keinen Spaß mehr gemacht.
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Und hier nun mein zuletzt fertig gestelltes Stück in Art eines Hawaii-Quilts: ein Platzdeckchen.
.Wieder einmal zu schade, um es tatsächlich zu benutzen.
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Wer sich genauer für das interessante Thema der Hawaii-Quilts interessiert, hier habe ich zwei Links mit teilweise wunderschönen Bildern:
http://quilt-glueck.de/html/hawaiian_quilting.html - deutsche Seite, hier findet Ihr auch eine ganz ausführliche Anleitung sowie einigeVorlagen
http://www.quilthawaiian.com/ - englische Seite, ebenfalls mit Vorlagen (käuflich)
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10.7.10

Sommer

Ein Post passend zur Jahreszeit ..... Sommer!

Beatrice zeigt in ihrem letzten Post ihr florales Banner "Sommer".

Sie quiltete eines dieser Banner mit der Hand, als wir uns vor fast 6 Jahren kennenlernten.
Ich glaube, wir lieben diese Arbeiten immer wieder.
Nur, dass es bei mir bei diesem einen geblieben ist. Ich kann leider nicht zu jeder Jahreszeit das passende Banner aufhängen, bei mir ist also immer Sommer!
Zwar appliziere ich auch ganz gerne mit der Hand, mache aber auch anderes gerne ... Einzelne andere Blüten habe ich zwar fertig, aber keine Jahreszeit komplett.

Hier also mein "Sommer":
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Und so sieht die Arbeit als Ganzes aus:
Die Diagonalen sind natürlich auch handgequiltet.
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Ehrlich gesagt gefällt mir das Binding in komischem Rosa so gar nicht, da brauche ich gelegentlich eine neue Farbberatung. Aber auf die Arbeit bin ich trotzdem stolz.

Und nun nicht vergessen, auch nochmal bei Beatrice vorbeizuschauen!
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8.7.10

Im Täschchen-Fieber

Es ist ja nun tatsächlich doch nicht so, dass ich gar nichts mehr nähe .... eine Weile war ich dabei, Kleinigkeiten zum Verschenken und zum Behalten zu nähen.
Diese möchte ich Euch heute zeigen:
Das wunderbare "Vera-Täschchen", die liebe Vera zeigte es uns vor einigen Jahren beim Quiltsterne-Treffen_Ost in Babelsberg. Das erste Treffen, bei dem ich dabei war, danke an Anke, die es organisiert hat, und an Hannelore, die mich mitgenommen hat.
Von diesem Modell habe ich zwei genäht, das dritte ist in Arbeit, auch ein geplantes Geschenk.
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Dann nähte ich Täschchen nach Petra W., sie zeigte es vor einigen Jahren - inzwischen - es geht genial leicht, wenn man es einmal begriffen hat. Ich brauchte da einige Zeit, aber je mehr man davon näht desto leichter wird es.
Beatrice hat auch schon geübt: 1, 2.
Die erste ist für meine Canon, die alte aus einem "Bettina-Stoff" ist verschwunden ...
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diese hier für ein Handy, offen und geschlossen.
Woher ist wohl der Stoff?
Natürlich habe ich die schönsten Motive ausgesucht ...
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Heute verschenkt.
Mein Handy brauchte auch eine Hülle, nun, damit das Display nicht weiter zerkratzt, wenn es doch mal lose mit dem Schlüssel in der Tasche liegt ... Und woher ist dieser Stoff??
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Ah ja, "Utensilo's" nach Ines. Also Ines hat sie nicht erfunden, sondern in größerer Anzahl in Blossin genäht. Das war schon im März ...
... das erste habe ich dann gleich verschenkt,
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das zweite behalten. Was ich dort hinein stecke weiß ich noch nicht, auf jeden Fall ist eine Öse mit dran, so dass ich es auch hinhängen kann, wenn ich es möchte.
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So, nun habe ich Euch auch gezeigt, was ich mit meinen tollen, sonnengefärbten Stoffen* angefangen habe ... die nächsten Stöffchen habe ich gestern gefärbt ... gerade das Stück, dass ich mit Salz bestreut habe, ist grandios geworden ...
Nun denke ich, dass ich demnächst auch Leo noch das Sonnenfärben zeige, zusammen macht das Färben definitiv mehr Spaß ... zu sehen, was andere für gute Ideen haben, wenn sie sich erst einmal eingearbeitet haben ...
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5.7.10

Endlich einmal eine neue Serie

Die neugefärbten Stoffe inspirierten zu den AMC "Zeit".
In meiner Lieblingsgestaltung entstanden aus dem interessantesten Stoff diese Artist Mailing Cards mit bewegten Linien und einem farblichen Kontrast als Kontrapunkt ....
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... zwei verspätete Geburtstagskarten und eine zum Behalten ....
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