13.7.10

Hawaii - statt Urlaub ...

Es fing also damit an, dass wir Zick-Zack-Zicken ein Projekt hatten:
Jede wählte sich ein Thema und die anderen gestalteten jede eine kleine textile Arbeit in moderner Art zu diesem Thema.
Beatrice wählte sich also das Thema "Hawaii" und wollte ausdrücklich keine Hula-Mädchen. Die hätte sie ja von mir auch nicht bekommen. Aber was fällt mir da noch ein?
Nach einiger Zeit die Hawaiianischen Quilts.
Wahre Schmuckstücke, sehr symmetrisch, ausgewogen.
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Die Applikation solcher symmetrischer Muster wird also Hawaii-Applikation genannt.

Die Muster besitzen 4 Symmetrie-Ebenen. Die zweite Besonderheit ist, dass das komplette Muster aus nur einem Stück Stoff geschnitten wird. Der Entwurf wird wie ein Scherenschnitt ausgeführt, indem die Vorlage bzw der Stoff gefaltet wird und dann mit gleichzeitig mehrere Lagen ausgeschnitten werden.
Hinzu kommt die Quiltarbeit. Es wird um das Muster herum in gleichmäßigen Abständen immer wieder die Form des Musters nachgeführt. Diese Art des Quiltens nennt man „Echoquilting“. Und auch innerhalb des Musters wird die Form durch Quilten nachgebildet.

Man sagt, dass diese Art des Quiltens die Sanftheit der Hawaiianer widerspiegelt, die sanften Wellen wie die Gezeiten, die die Inseln umgeben, wirken. Die Kunst der Quiltherstellung, also der Hawaiianischen Applikation und Quiltens, galt als so kostbar, dass es erst in der neuen Vergangenheit gestattet wurde, die Technik zu unterrichten.

Designs jedes Quilts wurden sorgsam gehütet. Die Arbeit wurde nur im Haus des Quilters durchgeführt und auch nicht weit herumgezeigt. Es gab kein Papiermuster, weil direkt auf den Stoff gezeichnet wurde. Traditionell sind die Quilts zweifarbig.

Jedenfalls gefiel mir die kleine Arbeit mit dem Hawaii-Muster so gut, dass ich für mich noch eine zweite nähte ... in den gleichen Farben, allerdings etwas größer.
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Diesmal ist auch das Motiv gequiltet.
Übrigens sind beide Motive mit der Nähmaschine appliziert, was ich als sehr entspannend empfunden habe.

Beim Sortieren habe ich letztens eine ältere Arbeit gefunden, leider weiß ich gar nicht mehr, wann ich sie genäht habe. Im Unterschied zu den oberen ist hier das Motiv tatsächlich mit der Hand appliziert (ca 20 cm groß), aber das hat dann irgendwann gar keinen Spaß mehr gemacht.
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Und hier nun mein zuletzt fertig gestelltes Stück in Art eines Hawaii-Quilts: ein Platzdeckchen.
.Wieder einmal zu schade, um es tatsächlich zu benutzen.
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Wer sich genauer für das interessante Thema der Hawaii-Quilts interessiert, hier habe ich zwei Links mit teilweise wunderschönen Bildern:
http://quilt-glueck.de/html/hawaiian_quilting.html - deutsche Seite, hier findet Ihr auch eine ganz ausführliche Anleitung sowie einigeVorlagen
http://www.quilthawaiian.com/ - englische Seite, ebenfalls mit Vorlagen (käuflich)
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Kommentare:

  1. Liebe Sabine, einfach super Dein Hawaiianer, ich gratuliere. Überhaupt...ich habe schon Deinen Sommer-Banner bewundert, Du bist ein echtes Naturtalent.
    Lieben Gruß Sabine

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  2. Liebe Sabine,

    schon beim Lesen im oberen Teil, da dachte ich, man kann fast die Wellen spüren. Auf Hawaii war ich noch nicht, aber ich kenne Leute, die dort jedes Jahr ihren Urlaub verbringen und aus ihren Erzählungen weiß ich einiges. Auch das Gemüt der Hawaiianer ist sehr sanft. Und von daher passen diese geschwungenen Formen wunderbar. Perfekt umgesetzt würde ich meinen.

    Mir gefallen auch ausnehmen gut diese ältere Arbeit und die Arbeit auf dem Platzdeckchen.

    Lieben Gruss, Brigitte

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  3. Ich habe fast denselben Block - noch aus "Baltimore-Zeiten" bei Jutta !! Tolle Idee ihn einfach schräg über das Set anzusiedeln!" Super!!

    LG von Claudia

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