1.4.10

Eiszeiten

Auf unserer letzten Wanderung durch eiszeitlich geformte Landschaften fanden wir nicht nur diese seltenen Pflänzchen.

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Wir hörten auch, dass es hier in der Gegend um Köthen früher Wiesen, Weiden, Hutungen und Teergewinnung gab. Ein Relikt aus dieser Zeit sind die verstreuten Traubeneichen im Kiefernwald. Früher standen sie frei, heute sterben sie ab, am Alter und am Lichtmangel.
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Wir lernten etwas über Trockentäler, die nach der letzten, der Weichsel-Eiszeit, entstanden. Und zwar durch abfließendes Schmelzwasser, das durch den noch lange gefrorenen Boden nicht versickern konnte.

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Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes war der Aufstieg auf den Wehla-Berg, immerhin 144 m in ansonsten eher flacher Landschaft an der nördlichen Grenze des Unterspreewaldes. Diese, die Krausnicker Berge entstanden – natürlich – als Endmoränen auch in der Eiszeit, wohl aber in der Saale-Eiszeit, und wurden zuletzt nur etwas überformt.
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Die ehemalige Cargo-Lifter-Halle erhebt sich deutlich in der Landschaft, heute das „Tropical Island“.

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Na, und natürlich fanden wir Pilze!
Nicht nur diese …. aber wir wollten sie nicht
essen und ließen sie weiter wachsen,
ein nettes Foto reichte …

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Noch nicht genug des Wissens kamen wir am „Bunten Stiel“ vorbei. Natürlich wussten wir bis dahin nicht, dass hier, so ganz in der Nähe von Berlin, die Grenze zwischen Preußen und Sachsen verlief, und zwar bis 1815!

An einigen malerischen Heideseen endete unsere Wanderung.


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Kommentare:

  1. Ein interessanter Gang, liebe Sabine. Es gibt immer noch so viel, von dem wir nichts wissen! Das verblüfft mich immer wieder! Das Foto mit den Pilzen, das finde ich sehr schön!

    Frohe Feiertage und lieben Gruss, Brigitte

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  2. Sabine,
    du kommst in gegenden rund um Berlin, die kenne ich auch nicht. Danke für diesen schönen bericht. Ist fast so, als wenn man selber dabei gewesen wäre!

    Gruß Marion

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  3. Liebe Sabine,
    das ist eine tolle Wanderung, die du uns vorstellst.
    LG Trillian

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  4. "dichte sächsische Grenze":
    Blankensee - zwei Meilen von Potsdam entfernt - war noch bis 1815 sächsisch. Kein Wunder dass das preußische Militär ja wegen seiner drakonischen Strafen geradezu berüchtigt war ...
    @Sabine: war das eine geführte Wanderung? und wenn ja von wem?

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  5. Hallo Mischa,
    über das Thema Grenzführung, Ausdehnung Preußens, habe ich mir vordem noch nie Gedanken gemacht. Selten findet man Hinweise darauf. Wir waren auch schon in Blankensee, kann mich nicht an einen Grenzstein ... erinnern ...
    Ja, es war eine geführte Wanderung, unter dem Dach der VHS des LDS, geleitet von Dr. Olaf Juschus, Geologe, mit einigen botanischen Infos von Hans Sonnenberg.
    Viele Grüße Sabine K.

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