25.3.10

Großfällung im Wald

Neulich war ich wieder einmal zwischen Bohndorf und Waltersdorf unterwegs und war entsetzt von dem Ausmaß der Waldrodung für die Bahnanbindung für den „Großflughafen“.
Die Breite der Schneisen ist erschreckend, unvorstellbar, der Schwarze Weg nicht wieder zu erkennen.
Für die, die nicht aus unserer Gegend sind: Der Schwarze Weg war eine schmale Betonstraße durch einen großen Kiefernwald, einspurig/ Einbahnstraße, Tempo 30.
Man konnte ein Stück des Weges abkürzen oder hier gemütlich mit dem Rad entlang fahren. Oben sah man zwischenden Baumwipfeln gerade noch den Himmel.
So sieht es jetzt hier aus:
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Ein Stück weiter die Schneise für die neue Bahnanbindung. Schon den Tag, als sie morgens im Radio in einer kurzen Meldung den Beginn der Rodungen ankündigten, war am Nachmittag die Gegend nicht wieder zu erkennen.
Ich frage mich schon lange, ob ein "Großflughafen" sein muss - immerhin klappt es auch so ... - aber für diese Naturzerstörung habe ich kein Verständnis.
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Es sind auch nicht nur wenige Kilometer. Dort wo die "Linie" von der jetzigen Trasse abzweigt sind es sogar zwei riesige Kurven in der Breite, die man auf diesen Fotos erkennen kann.

Schade um die unzähligen Bäume, den schönen Wald. Obwohl ich nicht überzeugt „Grün“ bin verärgert es mich. Es ist doch schade um jeden einzelnen Baum .... die Naturzerstörung zugunsten des Profits Einzelner vernichtet unser aller Lebensgrundlage.
Und sicherlich war das nicht die letzte derartige Aktion in diesem Zusammenhang!

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Kommentare:

  1. Ja, liebe Sabine, so sieht es immer wieder aus. Bei uns hier wurden riesige Rodungen entlang der A 8 vorgenommen, mich hätte fast der Schlag getroffen, als ich das sah. Mein Mann meinte zwar, dass sie anderorts aufforsten müssten. Aber, was da zerstört wird, nur damit noch besser gerast werden kann, unglaublich ...!

    Es bleibt einem fast die Luft weg, angesichts solcher Ausmaße, damit Umwelt und Klima noch schneller zerstört werden können, anstatt dass wir uns alle etwas zurücknehmen würden!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  2. Finde ich auch wirklich sehr schade....solange es nicht total unsinnig ist und noch ein nachvollziehbarer Zweck damit verbunden ist, muß man das wohl auch als normale Veränderung des Lebensraumes ansehen, nur mag ich es nicht, wenn nachher festgestellt wird, man hätte es auch schonender/kleiner/behutsamer ausführen können....oft werden die Dinge vorher schnell und radikal genehmigt ;(
    Aber manch Veränderung kann auch sinnvoll sein, aber es tut immer weh, wenn die Natur beschnitten wird.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir Claudia

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