28.2.09

Mal wieder in's Museum ...

... das sagten wir uns vor einiger Zeit und besuchten das bei uns ganz in der Nähe gelegenen Funktechnik-Museum.
Warum ich so viele Jahre brauchte, dort endlich einmal hinzugehen ist mir nicht klar, denn letztlich fand ich es sehr interessant.
Natürlich wußte ich bis dahin auch nichts von der großen Bedeutung dieses Standortes.
Für uns ist ja heutzutage das Radio so eine Selbstverständlichkeit, dass wir darüber nicht weiter nachdenken.
Das war nicht immer so, natürlich nicht.

Anfang des 20. Jhds beschäftigten sich einige Physiker, z. B. Heinrich Hertz, mit Versuchen zur Funkübertragung. Der Standort Königs Wusterhausen wurde bereits 1911 ausgewählt. Und wie so oft wurde die Entwicklung durch ine militärische Nutzung forciert.
Die erste Funkstation wurde 1915 in Betrieb genommen und diente vorrangig zur Übertragung von Heeresberichten.

Ab 1917 begannen Versuche zur Übertragung von Sprache und Musik, geleitet durch A. Meißner und H. Bredow. 1919 wurden die Sendeanalagen umgerüstet, im Jahre 1920 erfolgten viele Versuche zur Rundfunkübertragung mit Hilfe eines Lorenz-Lichtbogensenders die es ermöglichten, am 22. Dezember 1920 erstmalig ein Weihnachtskonzert mit Instrumentalmusik auszustrahlen. 1923 wurde der öffentliche Rundfunk in Deutschlad eingeführt.

Die Sendeanlagen waren richtig riesig, und es gelang, von Könis Wusterhausen über Langwelle praktisch über die ganze Welt, also z. B. bis nach Südamerika zu senden.

1926 standen hier drei voll ausgerüstete Sendehäuser, ein 243 Meter hoher Sendeturm und zwölf weitere 100 - 210 m Masten inclusive diverser Antennenanlagen. Sozusagen ein richtiger "Antennenwald".

Einer der Sender war noch bis 1989 im durchgehenden Sendebetrieb und steht auch heute noch in seiner ursprünglichen Form im Haus 2 auf dem Funkerberg.
Nach 1989 wurde der reguläre Sendebetrieb auf dem Funkerberg wurde immer mehr verringert und im Sommer 1995 endgültig eingestellt.

Wer nun weiterlesen möchte, dem empfehle ich die Homepage www.funkerberg.de/ oder noch besser, einen Besuch im Funktechnikmuseum in Königs Wusterhausen, bei Berlin.

Besonders eindrucksvoll ist auch der 1000 PS-Dieselmotor zur Stromversorgung der Sendeanlagen.

Zum Abschluss noch einige Fotos:

alte, schöne Teile der Sendeeinrichtungen
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Dreiphasen-Gleichrichterstrecke

Kontakte in einem Schaltschrank!

1000 PS-Diesel, Details siehe folgendes Foto
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Modell des Funkerberges

letzter Sendemast
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Blick Richtung Wasserturm
B

Kommentare:

  1. Liebe Sabine,
    ich finde auch immer, dass es in unserer Umgebung sehr viel gibt, das unglaublich interessant ist und zudem der Wissensbildung ja auch dient. Schade finde ich es, dass nicht viele Leute gerne Museen besuchen. Es wird einem ja manches durch das dort Erklärte verständlicher. Lieben Gruss in deinen Sonntag, Brigitte

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  2. Das Sender- und Funktechnikmuseum KW, fast unmittelbar vor der Haustür gelegen, gefällt mir auch sehr gut:
    http://www.steffenkahl.de/2007-07/sender-und-funktechnikmuseum-kw/

    Die Ausstellungsgegenstände werden durch den Förderverein auch ständig erweitert und ausgebaut.

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  3. Hallo Sabine,
    schau doch in ein paar Minuten mal auf meinem Blog vorbei. Bei Erwin und mir gibt's was für dich abzuholen, falls du magst.
    Schönen Gruß
    Mara Zeitspieler

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